නමො තස්ස භගවතො අරහතො සම්මාසම්බුද්ධස්ස
Verehrung dem Erhabenen, dem Heiligen, dem vollkommen Erwachten.
සූරස්සතීනීති
Sūrassatīnīti
පඨමො භාගො
Erster Teil
පණාමගාථා
Verse der Verehrung
1.
1.
මුඛම්හා [Pg.1] භගවන්තස්ස,සුගන්ධකමලා සුභා;
සඤ්ජාතං උත්තමං වාණිං,වන්දාමි විත්තමානසා.
Aus dem Munde des Erhabenen, dem duftenden, schönen Lotus, ist die höchste Rede hervorgegangen; diese verehre ich mit freudigem Herzen.
2.
2.
සමජ්ඣිට්ඨො රචිස්සාමි,දක්ඛෙන රාජමන්තිනා;
නාමෙන සන්තෙන,නීතිං ලොකහිතාවහං;
සාලඞ්කාරං සොපදෙසං,නාමෙනාහං ස්වරස්සතිං.
Ersucht von dem klugen königlichen Minister namens Santa werde ich diese Lebensregel verfassen, die zum Wohle der Welt führt, geschmückt und reich an Unterweisung, genannt Svarassatī.
3.
3.
පෙක්ඛන්ත්විමං නීතිං සන්තා,මඤ්ජූසරුක්ඛසන්නිභං;
නානොපදෙසසංපුණ්ණං,සදත්ථකුසලා සදා.
Mögen die Guten, die stets im wahren Nutzen geschickt sind, diese Lebensregel betrachten, die dem himmlischen Mañjūsa-Baum gleicht und voll von mannigfaltigen Unterweisungen ist.
සූරස්සතීනීති
Sūrassatīnīti
1.
1.
කතඤ්ඤුතා [Pg.3] ච සච්චඤ්ච,ලොකසාරා හි තෙ දුවෙ;
ලොකාපි තෙහි තිට්ඨන්ති,රට්ඨං අකංසු ඉස්සරං.
Dankbarkeit und Wahrheit, diese beiden sind wahrlich die Essenz der Welt. Durch sie besteht die Welt, und sie machten das Reich mächtig.
2.
2.
කාකාච [Pg.8] දුජ්ජනා ලොකෙ,මලීභූතාව සබ්බදා;
ඉට්ඨං ගුණං නාසයන්ති,තෙ වෙ ලොකස්ස වෙරිනො.
Krähen und böse Menschen in der Welt sind allzeit wie Schmutz; sie zerstören die guten Eigenschaften, sie sind wahrlich die Feinde der Welt.
මිගානං [Pg.10] සිඞ්ගාලො අන්තො,පක්ඛීනං පන වායසො.
Unter den Tieren ist der Schakal das Niedrigste, unter den Vögeln aber die Krähe.
අකාරණවෙරී [Pg.12] හොන්ති,මච්ඡානං ධීවරා යථා;
ගුණීනං සජ්ජනානඤ්ච,දුජ්ජනා නිච්චවෙරිනො.
Sie sind Feinde ohne Grund, wie die Fischer für die Fische; gegenüber den Tugendhaften und Guten sind die bösen Menschen ständige Feinde.
3.
3.
සිරිං [Pg.14] භොන්තො සුපොසෙථ,සිරි මූලා හි සම්පදා;
සිරිය ඉධ ජොතන්ති,සිරී සා සබ්බසිද්ධිකා.
Pflegt das Glück, ihr Edlen, denn das Glück ist die Wurzel des Erfolgs. Durch das Glück leuchtet man hier auf, dieses Glück bringt allen Erfolg.
4.
4.
මුසා [Pg.20] තමොකරා ලොකෙ,සච්චං මීදිතිකාරකං;
මුසාතමෙන දුක්ඛන්ති,සච්චාභාය සුඛන්තිවෙ.
Die Lüge schafft Dunkelheit in der Welt, die Wahrheit schenkt Freude. Durch das Dunkel der Lüge entsteht Leiden, durch das Licht der Wahrheit wahrlich Glück.
සුවිජානං [Pg.23] සිඞ්ගාලානං,සකුණානඤ්ච වස්සිතං;
මනුස්සවස්සිතං රාජ,දුබ්බිජානතරං තතො.
Leicht zu verstehen ist das Heulen der Schakale und das Rufen der Vögel; doch das Reden der Menschen, o König, ist weitaus schwerer zu durchschauen.
5.
5.
කප්පග්ගිසදිසා [Pg.25] ඉස්සා,ඣාපෙති සබ්බසම්පදං;
මුදිතා කප්පමෙඝොව,රොපෙති සබ්බසම්පදං.
Mißgunst, gleich dem Weltuntergangsfeuer, verbrennt allen Wohlstand; Mitfreude, gleich der Weltzeitalterwolke, lässt allen Wohlstand wachsen.
6.
6.
යථා [Pg.30] අසන්ථිරා ථම්භා,ථුසරාසිම්හි උස්සිතා;
තථෙව කපිචිත්තානං,කම්මන්තා චඤ්චලඞ්ගතා.
Wie unstete Pfähle, die in einen Spreuhaufen gesteckt sind, so sind auch die Handlungen derer, die einen Affengeist haben, von unruhiger Natur.
හලිද්දිරාගං [Pg.34] කපිචිත්තං;
පුරිසං රාගවිරාගිනං,එදිසං තාත මාසෙවි;
නිම්මනුස්සම්පි චෙ සියා.
Einen Menschen mit wankelmütigem Geist wie Kurkuma-Farbe, der schnell entflammt und schnell wieder abkühlt – geselle dich nicht zu einem solchen, mein Lieber, selbst wenn das Land menschenleer sein sollte.
7. [ක]
7. [Ka]
පුප්ඵචුම්බි [Pg.35] චිත්තපත්තී,සකවණ්ණෙන මජ්ජිතො;
වික්කමී පුප්ඵතො පුප්ඵං,නස්සාගාරං න සඞ්ගමො.
Der Blütenküsser mit den bunten Flügeln, berauscht von seiner eigenen Farbe, flattert von Blume zu Blume; er hat kein Heim und keine dauerhafte Verbindung.
[ඛ]
[Kha]
කිප්පිලිකා දුබ්බණ්ණාපි,සමග්ගාච පරක්කමා;
මා හොථ පුප්ඵචුම්බීව,හොථ වො පචිකා යථා.
Die Ameisen, obwohl unansehnlich, sind einig und voller Tatkraft. Seid nicht wie der Blütenküsser, sondern seid wie die fleißigen Sammler.
1.
1.
යෙ [Pg.40] මරන්ති කීළන්තා තෙ,ස්වානා අඤ්ඤොඤ්ඤමොදිතා;
දිස්වාන ඡට්ටිතං භත්තං,සීඝවෙරී විහිංසරෙ.
Hunde, die miteinander spielen und sich miteinander freuen, werden, sobald sie weggeworfenes Essen sehen, schnell zu Feinden und verletzen einander.
2.
2.
තථෙකෙපි [Pg.41] ජනා දානි,සමග්ගා ඤ්ඤොඤ්ඤමොදිතා;
ධනහෙතු විහිංසන්ති,ධීරත්ථු සීඝවෙරිකා.
Ebenso verletzen heute manche Menschen, die zuvor einig waren und sich miteinander freuten, einander um des Geldes willen. Schande über jene, die so schnell zu Feinden werden!
9.
9.
වසන්තෙ [Pg.45] හෙමන්තෙ ගිම්හෙ;
නෙව තාලා විසෙසිනො;
ථිරචිත්තා ජනා සන්තා;
සුඛදුක්ඛෙසු නිච්චලා.
Im Frühling, im Winter wie im Sommer verändern sich die Palmen nicht; so sind die friedvollen Menschen von festem Geist unerschütterlich in Freud und Leid.
10.
10.
යථා [Pg.50] පවට්ටමානම්හි,සුට්ඨු තිට්ඨති ගෙණ්ඨුකෙ;
අප්පවට්ටෙ භූම්යං සෙති,තථෙව ගෙණ්ඨුකො ජනො.
Wie ein Spielball, solange er rollt, gut aufrecht steht, doch wenn er nicht rollt, am Boden liegt; ebenso verhält es sich mit einem Menschen, der einem Ball gleicht.
11.
11.
අග්ඝාපෙතුං [Pg.55] නසක්කොන්ති,කාලඤ්හි කාලිකා ජනා;
වජිරාදිඤ්ච සක්කොන්ති,තෙන කාලො අනග්ඝිකො.
Die Menschen vermögen die Zeit nicht abzuschätzen; Diamanten und anderes können sie jedoch bewerten. Daher ist die Zeit unbezahlbar.
12. [ක]
12. [Ka]
අසනො [Pg.59] හි දීඝද්ධානො,සාරසාරො සුගන්ධිකො;
නිග්ගන්ධො ත්වෙව නිස්සාරො,දීඝද්ධානොපි සිම්බලී.
Der Asana-Baum ist langlebig, reich an Kernholz und wohlriechend; geruchlos und ohne Kernholz jedoch ist der Seidenwollbaum, auch wenn er lange lebt.
[ඛ]
[Kha]
තථෙවෙකෙ [Pg.60] ජනා ලොකෙ,දීඝද්ධානා සුසාරකා;
නිස්සාරා කෙචි ඵෙග්ගූව,දීඝද්ධානාපි ගොයථා.
Ebenso gibt es manche Menschen in der Welt, die lang leben und von bestem Wesenskern sind; einige aber sind ohne Wert wie Splintholz, selbst wenn sie lange leben wie das Vieh.
13.
13.
උපකාරො [Pg.64] චාපකාරො,යස්මිං ගච්ඡති නට්ඨතං;
පාසාණහදයස්සස්ස,ජීවතීත්යා භිධාමුධා.
Bei wem Hilfe und Schaden in Vergessenheit geraten – für diesen Menschen mit einem Herz aus Stein ist die Aussage ‚er lebt‘ völlig umsonst.
පසාදො නිප්ඵලො යස්ස,කොපොචාපි නිරත්ථකො;
න තං සඞ්ගන්තු මිච්ඡෙය්ය,ථීපුමාව නපුංසකං.
Dessen Gunst fruchtlos und dessen Zorn bedeutungslos ist – mit dem sollte man sich nicht verbinden wollen, so wie eine Frau oder ein Mann sich nicht mit einem Eunuchen verbindet.
14.
14.
උපචාරො [Pg.69] හි කාතබ්බො,න යාව සොහදං භවෙ;
උපචාරො සුමිත්තම්හි,මායා ච හොති කොටිලං.
Höfliche Förmlichkeit ist zwar angebracht, jedoch nicht, solange wahre Freundschaft besteht. Höflichkeit gegenüber einem guten Freund ist Täuschung und Falschheit.
15.
15.
කමෙන [Pg.75] අග්ගතො උච්ඡු,රසො සාදුතරො යථා;
තථෙව සුමිත්තො ලොකෙ,දුම්මිත්තො පන නෙදිසො.
Wie der Saft des Zuckerrohrs zum Stängel hin allmählich immer süßer wird, ebenso verhält es sich mit einem guten Freund in der Welt; ein schlechter Freund jedoch ist nicht so.
16.
16.
සොකාරාති [Pg.80] පරිත්තාණං,විස්සාසපීතිභාජනං;
රතනාභිරතනං ඉච්ඡෙ,සුමිත්තං අක්ඛරත්තයං.
Einen Schutz vor Kummer und Feinden, ein Gefäß des Vertrauens und der Freude, ein Juwel unter den Juwelen sollte man sich wünschen: einen ‚guten Freund‘, diese drei Silben.
17.
17.
දම්පතීනං [Pg.85] සුමිත්තානං,මුඛං අඤ්ඤොඤ්ඤදප්පණං,සුඛෙ සුඛං දුක්ඛෙ දුක්ඛං,පටිච්ඡායෙව දප්පණෙ.
Für Ehegatten und gute Freunde ist das Gesicht des anderen ein gegenseitiger Spiegel; Freude zeigt sich in Freude, Leid in Leid, genau wie ein Spiegelbild im Spiegel.
කථං [Pg.88] නු තාසං හදයං,සුඛරාවත ඉත්ථියො;
යාසාමිකෙ දුක්ඛිතම්හි,සුඛමිච්ඡන්ති අත්තනො.
Wie beschaffen ist wohl das Herz jener im Vergnügen befangenen Frauen, die, wenn ihr Ehemann leidet, nur ihr eigenes Glück suchen?
18.
18.
නිවාතඤ්ච [Pg.90] පුරෙ කත්වා,මානං කත්වාන පච්ඡතො;
සකත්ථං ධාරයෙ ධීරො,අත්ථභඤ්ජො හි මුළ්හතා.
Demut voranstellend und den Stolz hintenanstellend, sollte der Weise sein eigenes Wohl bewahren; denn das eigene Wohl zu zerstören, ist Torheit.
19.
19.
පුරෙචාරං [Pg.94] සතිං කත්වා,සද්ධං කරෙය්ය පච්ඡතො;
තුරං න සද්දහෙ ධීරො,සීඝසද්ධො හි මන්දකො.
Achtsamkeit vorangehen lassend, sollte man das Vertrauen hintenanstellen; der Weise sollte nicht voreilig glauben, denn wer schnell glaubt, ist töricht.
20.
20.
වනෙ 0.0099 බහූනි කට්ඨානි;
දුල්ලභං රත්තචන්දනං;
තථා ජනා බහූ ලොකෙ;
පුමා ජඤ්ඤො සුදුල්ලභො.
Im Walde gibt es viele Hölzer; schwer zu finden ist das rote Sandelholz. Ebenso gibt es viele Menschen in der Welt; ein edler Mensch ist überaus schwer zu finden.
21.
21.
තිණකට්ඨපලාසෙහි[Pg.103];
සුක්ඛෙහි දය්හතෙ වනං;
එතාදීහි අසාරෙහි;
ලොකො ජනෙහි දය්හතෙ.
Durch trockenes Gras, Holz und Laub verbrennt der Wald; durch solche wertlosen Menschen verbrennt die Welt.
22.
22.
අන්තොවස්සෙ [Pg.107] තිමාසම්හි,පුඤ්ඤකම්මෙන මොදිතා;
සුඛං වසිංසු පොරාණා,බුද්ධසාසනමාමකා.
Während der dreimonatigen Regenzeit lebten die Alten, die der Lehre des Buddha ergeben waren, glücklich und erfreuten sich an heilsamen Taten.
23.
23.
මිගමදෙන [Pg.111] එකෙන,තං වනං සුරභිගන්ධිකං;
තථා ජනෙන තං රට්ඨං,ගුණිනා හි සිරීමතා.
Durch ein einziges Moschustier duftet jener Wald lieblich; ebenso ist jenes Land durch einen tugendhaften und glanzvollen Menschen gesegnet.
සරීරං [Pg.115] ඛණවිද්ධංසී,කප්පන්තට්ඨායිනො ගුණා.
Der Körper vergeht in einem Augenblick; die Tugenden aber überdauern bis zum Ende des Weltalters.
24.
24.
ඛරානං [Pg.116] සීහබ්යග්ඝානං,සඞ්ගමො නො හිසබ්බදා;
තථෙව බ්යග්ඝචිත්තානං,සජාතිකා ඛයොනතා.
Die Gemeinschaft mit wilden Löwen und Tigern ist fürwahr nicht allezeit ratsam; ebenso ist es bei jenen mit tigergleichen Gesinnungen, deren angeborene Natur die Vernichtung ist.
25.
25.
සක [Pg.121] සාධුපි නො සාධූ,යො චෙඤ්ඤ දුට්ඨකාරකො;
බහූනං සාධූ පායෙන,ස වෙ සාධූති වුච්චතෙ.
Wer nur zu den Seinen gut ist, ist nicht wahrhaft gut, wenn er an anderen Böses tut. Wer aber für gewöhnlich zu vielen gut ist, der fürwahr wird ein Guter genannt.
26.
26.
බහූදකෙ [Pg.126] සමුද්දෙපි,ජලං නත්ථෙව පාතවෙ;
ඛුද්දකෙ ඛතකූපම්හි,සාදුං අත්ථි බහුං දකං.
Selbst im wasserreichen Ozean gibt es kein Wasser zu trinken; in einem kleinen, gegrabenen Brunnen aber gibt es reichlich süßes Wasser.
27.
27.
මා [Pg.130] සීඝං විවරෙය්යාථ,නින්දිතුඤ්ච පසංසිතුං;
මුඛඤ්හි වො කථාද්වාරං,නිරුන්ධෙය්යාථ සබ්බදා.
Öffnet den Mund nicht voreilig, um zu tadeln oder zu loben; denn euer Mund ist das Tor der Rede, haltet es allezeit gezügelt.
28.
28.
මා [Pg.134] සීඝං විවරෙය්යාථ,චක්ඛුං වො දස්සිතුං පියං;
සණිකඤ්හි පියලාභං,ධනලාභං තුරං කරෙ.
Öffnet eure Augen nicht voreilig, um Zuneigung zu zeigen; denn behutsam erlangt man das Geliebte, doch den Erwerb von Reichtum sollte man rasch betreiben.
29.
29.
අනාරම්භො [Pg.138] හි කම්මානං,පඨමං බුද්ධිලක්ඛණං;
නිට්ඨඞ්ගතං ආරද්ධස්ස,දුතියං බුද්ධිලක්ඛණං.
Das Nicht-Beginnen von unheilvollen Taten ist das erste Merkmal der Klugheit; das zu Ende Führen des Begonnenen ist das zweite Merkmal der Klugheit.
අසමෙක්ඛිතකම්මන්තං[Pg.140],තුරිතාභිනිපාතිනං;
සානි කම්මානි තප්පෙන්ති,උණ්හං වජ්ඣොහටං මුඛෙ.
Wer unüberlegt handelt und übereilt herabstürzt, den quälen die eigenen Taten wie heißes Essen, das einem zum Tode Verurteilten in den Mund gestopft wird.
30.
30.
අඵලානි [Pg.143] දුරන්තානි,ජනතා නින්දිතානි ච;
අසක්යානි ච කම්මානි,නාරභෙථ විචක්ඛණො.
Ergebnislose, böse endende, von den Menschen getadelte und unmögliche Taten sollte der Kluge nicht beginnen.
31.
31.
අතිවිරොධභීතානං[Pg.147],සඞ්කිතානං පදෙ පදෙ;
පරප්පවාදතාසානං,දූරතො යන්ති සම්පදා.
Vor jenen, die sich vor übermäßigem Konflikt fürchten, bei jedem Schritt misstrauisch sind und vor dem Gerede anderer erschrecken, weicht der Wohlstand weit zurück.
සද්දමත්තං [Pg.150] න භෙතබ්බං,ලොකො සද්දස්ස ගොචරො;
යො ච සද්දපරිත්තාසො,වනෙ භන්තමිගො හි සො.
Man sollte sich nicht vor bloßem Schall fürchten, denn die Welt ist der Wirkungsbereich des Schalls; wer sich vor Schall ängstigt, ist fürwahr wie ein umherirrendes Wild im Walde.
32.
32.
ද්වින්නං [Pg.151] තණ්ඩුලථූසානං,විසෙසො සුට්ඨු ඛායති;
රන්ධිතොපි සිනිද්ධො නො,ථුසො විරසඵාරුසො;
තණ්ඩුලං සිනිද්ධං රසං,එවං ලොකෙපි ඤායතෙ.
Der Unterschied zwischen Reiskorn und Spelze zeigt sich ganz deutlich: Auch gekocht ist die Spelze nicht geschmeidig, sondern geschmacklos und rau; das Reiskorn aber ist geschmeidig und schmackhaft. Ebenso verhält es sich auch in der Welt.
33.
33.
එරණ්ඩං [Pg.155] නිස්සිතා වල්ලි,රුහතෙ කිං යථාබලං;
මහාසාලං සුනිස්සාය,රුහතෙ බ්රහතං ගතා.
Wächst eine Kletterpflanze, die sich an eine Rizinuspflanze lehnt, wohl mit ganzer Kraft? Wenn sie sich aber gut auf einen großen Sal-Baum stützt, wächst sie empor und erlangt beträchtliche Größe.
34.
34.
මෙත්තා [Pg.160] හි සීමසම්භෙදා,පක්ඛපාත විඝාතිකා;
පක්ඛපාතෙන දුක්ඛන්ති,නිප්පක්ඛො වසතෙ සුඛං.
Die liebende Güte nämlich, indem sie die Grenzen auflöst, vernichtet die Parteilichkeit. Durch Parteilichkeit entsteht Leid; der Unparteiische aber lebt glücklich.
35.
35.
නරා [Pg.164] පඤ්ඤා ච ලඞ්කාරා,යථාඨානෙ නියුජ්ජරෙ;
නො හි චූළාමණි පාදෙ,පාදුකා ච සිරොපරි.
Menschen, Weisheit und Schmuckstücke sollte man an ihrem angemessenen Platz einsetzen; denn ein Kronjuwel trägt man nicht am Fuße, noch die Sandalen auf dem Haupte.
උක්කුට්ඨෙ [Pg.167] සූර මිච්ඡන්ති;
මන්තීසු අකුතූහලං;
වියඤ්ච අන්නපානම්හි;
අත්ථෙ ජාතෙ ච පණ්ඩිතං.
Im Schlachtruf wünscht man sich einen Helden, unter Ratgebern einen Unaufgeregten, beim Essen und Trinken eine schmackhafte Beilage und bei anstehenden Angelegenheiten einen Weisen.
36.
36.
පමාදො [Pg.169] හි තමො ලොකෙ,කාලො චොරො භයානකො;
කායගෙහං බහුඡිද්දං,කාලචොරස්ස චොරිතං.
Nachlässigkeit ist fürwahr die Finsternis in der Welt; die Zeit ist ein schrecklicher Dieb. Das Haus des Körpers hat viele Löcher, die vom Dieb der Zeit beraubt werden.
37.
37.
චඤ්චලො [Pg.173] කාලදාසො හි,ධීතිමා කාලඉස්සරො;
කාලිස්සරො රට්ඨිස්සරං,අතිවත්තති සබ්බසො.
Der Unstete ist fürwahr ein Sklave der Zeit, der Standhafte aber ist ein Herr über die Zeit. Der Herr über die Zeit übertrifft den Herrscher eines Reiches in jeder Hinsicht.
38.
38.
විලුප්පන්ති [Pg.17]8 ධනං එකෙ,කාලමෙකෙ අනෙක්ඛකා;
තෙසු කාලවිලොපාව,භයානකා තිකක්ඛළා.
Einige rauben Reichtum, andere, Unachtsame, rauben Zeit. Unter diesen ist das Rauben der Zeit fürwahr schrecklich und überaus hart.
39.
39.
රඤ්ඤා [Pg.182] රට්ඨහිතං කත්තා,රඤ්ඤො හිතං ජනෙහි වෙ;
දෙස්සො අත්තහිතං දස්සී,ගාරය්හො කින්නු කාරකො.
Vom König wird das Wohl des Reiches gewirkt, das Wohl des Königs fürwahr von den Menschen. Verhasst ist, wer nur auf das eigene Wohl schaut; wie tadelnswert ist erst ein solcher Täter!
අත්තදත්ථං [Pg.189] පරත්ථෙන;
බහුනාපි න හාපයෙ.
Das eigene Wohl sollte man wegen des Wohles eines anderen, und sei es noch so groß, nicht vernachlässigen.
40.
40.
යස්ස උපකාරො දින්නො,උපකාරං දදෙ පුන;
තතො පකාරං නිච්ඡෙය්ය,කතඤ්ඤූ දුල්ලභො ඉධ.
Wem Beistand erwiesen wurde, der sollte wiederum Beistand leisten; von ihm sollte man Gegenleistung erwarten, denn ein Dankbarer ist hier schwer zu finden.
සච්චං [Pg.190] කිරෙව මාහංසු,නරා එකච්චියා ඉධ;
කට්ඨං නිප්ලවිතං සෙය්යො,නත්වෙවෙ කච්චියො නරො.
Die Wahrheit fürwahr sprachen manche Menschen hier: Besser ist ein heranschwimmendes Holzscheit als so mancher Mensch.
41.
41.
කාරුකො [Pg.191] සකපඤ්ඤාය,මහග්ඝං දාරුකං කරෙ;
තථා ජනොපි අත්තානං,මහග්ඝො ලොකමානිතො.
Ein Handwerker macht durch seine eigene Klugheit ein Stück Holz wertvoll; ebenso macht auch ein Mensch sich selbst wertvoll und von der Welt geachtet.
42.
42.
අප්පග්ඝො [Pg.196] හි අයො හෙමං,මහග්ඝං ඡින්දතෙ යථා;
නිග්ගුණො සගුණං ලොකෙ,අලක්ඛීච සිරිං තථා.
Ebenso wie billiges Eisen das kostbare Gold schneidet, so bezwingt in der Welt der Tugendlose den Tugendhaften und das Unglück das Glück.
සූරස්සතීනීති
Die Lehre der Sarasvatī (Sūrassatīnīti)
දුතියො භාගො
Zweiter Teil
1.
1.
ධනස්ස [Pg.1] දුබ්බිධං කිච්චං,පාපෙති උණ්ණතං ධනිං;
අධනිං ඔණතං ලොකෙ,සඤ්චිනෙ තෙන තං ධනං.
Zweifach ist die Wirkung des Reichtums: Er erhebt den Reichen und erniedrigt den Armen in der Welt. Darum sammle man diesen Reichtum an.
2.
2.
වට්ටතෙ [Pg.6] සතතං සීඝං,කාලචක්කං අවාරිතං;
තෙන ඝටී දිනං මාසො,වස්සො භවත්ය චීරතො.
Beständig und rasch dreht sich das Rad der Zeit, unaufhaltsam; dadurch vergehen Stunden, Tage, Monate und Jahre in kürzester Zeit.
3.
3.
සත්තුනා [Pg.11] න හි සන්ධෙය්ය,එකදා සො භයං කරො;
සුතත්තමපි පානීයං,සමයතෙ නු පාවකං.
Mit einem Feind sollte man kein Bündnis schließen, denn eines Tages bringt er Schrecken; löscht nicht selbst kochend heißes Wasser das Feuer?
4.
4.
විජහං [Pg.16] පකතිං යො හි,විකතිං පුන ගච්ඡති;
සභාවෙන ආකාරෙන,විප්පල්ලාසං ස ගච්ඡති;
සංසුමාර ගතා ගොධා,යථා ථී පුමවෙසිකා.
Wer seine ursprüngliche Natur aufgibt und sich verwandelt, der verfällt in Wesen und Gestalt der Verkehrtheit; wie ein Leguan, der zum Krokodil wurde, oder wie eine Frau in Männerkleidern.
5.
5.
පක්ඛං [Pg.20] ලද්ධාන උඩ්ඩෙන්ති,උපචිකා හි වම්මිකා;
නික්ඛන්තා මරණං යන්ති,උප්පතා නිප්පතං ගතා.
Sobald sie Flügel erlangt haben, fliegen die Termiten aus dem Hügel; kaum ausgeschwärmt, finden sie den Tod - emporgeflogen, stürzen sie herab.
6.
6.
සබ්බංපියස්ස [Pg.23] දජ්ජෙය්ය,නිස්සෙසං පියමානසං;
සද්ධාචිත්තං තු නො විඤ්ඤූ,සද්ධායිකො පක්ඛලිතො.
Man mag dem Geliebten alles schenken, restlos aus liebendem Herzen; doch der Weise gibt seinen gläubigen Geist nicht hin, denn wer blind vertraut, kommt ins Straucheln.
7.
7.
සක්කොති [Pg.27] ලඞ්ඝිතුං බ්යාමං,මහුස්සාහෙන යො හි සො;
තදඩ්ඪං අනුස්සාහෙන,නොස්සාහො තෙසු ථොමිතො;
මහුස්සාහො දුක්ඛො ලොකෙ,අනුස්සාහො සදා සුඛො.
Wer mit großem Eifer eine Klafter zu überspringen vermag, schafft ohne Eifer nicht einmal die Hälfte davon; Eiferlosigkeit wird unter ihnen nicht gelobt. Großer Eifer ist mühsam in der Welt, Eiferlosigkeit ist stets bequem.
8.
8.
දුක්ඛමං [Pg.32] අක්ඛමන්තො යො,පිට්ඨිකාරීච දුක්කරං,කදා ලභෙය්ය සො ලොකෙ,සුඛමං සුකරං මුධා;
පච්චක්ඛඤ්හි සො කරෙය්ය,දුක්ඛමඤ්චාපි දුක්කරං.
Wer das Mühsame nicht erträgt und dem Schweren den Rücken kehrt - wann je sollte der in der Welt das Angenehme und Leichte umsonst erlangen? Er wird fürwahr das Mühsame und Schwere unmittelbar erfahren müssen.
9.
9.
අනග්ඝො [Pg.36] මනුස්සො ලොකෙ,තොසනාපොසනාදිනා;
තෙන සො මහග්ඝං කම්මං,කරෙ ලොකහිතායුතං.
Der Mensch ist in der Welt unschätzbar wertvoll durch gegenseitiges Erfreuen und Nähren; darum sollte er eine hochherzige Tat vollbringen, die dem Wohle der Welt dient.
10.
10.
වාතෙන [Pg.41] නප්පභිජ්ජන්ති,නින්නා වෙළූ කසා නළා;
යථාවාතං නගච්ඡන්ති,තථා චරෙ ජනෙ කදා.
Durch den Wind werden sie nicht zerbrochen, die biegsamen Bambusse und Schilfrohre; wie sie sich mit dem Wind bewegen, so sollte man sich stets unter den Menschen verhalten.
11.
11.
පුරතො [Pg.44] ච පච්ඡතො චෙ,නිස්සයො නත්ථි පස්සතො;
අධිකං වීරියං හොති,අත්තනාථො තදා භවෙ.
Wenn weder vorn noch hinten eine Stütze zu sehen ist, dann ist größere Anstrengung vonnöten; man sollte sich in jener Zeit selbst eine Zuflucht sein.
12.
12.
ඛණං [Pg.48] ආඛුබිලං සීහො,පාසාණසකලාකුලං;
පප්පොති නඛභඞ්ගංවා,ඵලංවා මූසිකො භවෙ.
Wenn ein Löwe in ein mit Steinsplittern gefülltes Mäuseloch greift, erleidet er entweder einen Krallenbruch oder erlangt bloß eine Maus als Beute.
13.
13.
මග්ගමුළ්හා [Pg.52] ජනා අන්ධා,අමග්ගා මග්ගසඤ්ඤිනො;
තථෙව දුප්පඤ්ඤා මුළ්හා,තථත්ථං නාව බුජ්ඣරෙ.
Vom Weg abgeirrte Menschen sind blind, sie nehmen den Irrweg als Pfad wahr; ebenso verstehen die Unweisen und Verwirrten die Wahrheit nicht.
14.
14.
පියරූපං [Pg.56] වීරරූපං,දුවිධා රූපසම්පදා,නාරිං ඉච්ඡෙ පියරූපිං,පුරිසං වීරරූපකං.
Eine liebreizende Gestalt und eine heroische Gestalt sind die zwei Arten der Vollkommenheit der Form. Man wünscht sich eine Frau von liebreizender Gestalt und einen Mann von heroischer Gestalt.
15.
15.
පජ්ජලන්ති [Pg.60] හි ඛජ්ජොතා,පක්ඛචාලනකම්මුනා;
කුසිතා සුපිතා නෙතෙ,තථා ජනාපි කම්මිකා.
In der Tat leuchten Glühwürmchen durch das Schlagen ihrer Flügel; sie sind weder träge noch schlafend. Ebenso sind auch die Menschen durch ihr Handeln tätig.
16.
16.
කුම්මසඞ්කොචමොපම්ය[Pg.65],නිග්ගහමපි සංඛමෙ;
පත්තකාලෙ තු නීතිඤ්ඤො,කණ්හසප්පොව උට්ඨහෙ.
Nach dem Gleichnis des Zusammenziehens einer Schildkröte sollte man selbst Unterdrückung ertragen; wenn jedoch die rechte Zeit gekommen ist, sollte sich der Kluge wie eine schwarze Kobra erheben.
17.
17.
භක්ඛසෙසං [Pg.69] නඛාදන්ති,සීහා උන්නතචෙතසා;
පරංපි නපණාමෙන්ති,වුද්ධිකාමා තථා චරෙ.
Die Reste ihrer Nahrung fressen Löwen edlen Sinnes nicht, und sie beugen sich auch vor keinem anderen; wer nach Wohlstand strebt, sollte sich ebenso verhalten.
18.
18.
න [Pg.72]ව වස්සො සමුප්පන්නො,ඛීණො පුරාණහායනො;
නවවස්සෙ නවා මෙත්තා,භාවිතබ්බා හිතෙසිනා.
Das neue Jahr hat begonnen, das alte Jahr ist vergangen; im neuen Jahr sollte vom Wohlwollenden neue Güte entfaltet werden.
19.
19.
සන්තාපයන්ති [Pg.76] කමයාප්යභුජං න රොගා,දුම්මන්තිනං කමුපයන්ති න නීතිදොසා;
කං ස්රී න මානයති කං න ච හන්ති මච්චු,කං ථීකතා න විසයා පරිපීළයන්ති.
Wen quälen Krankheiten nicht? Wen, der schlecht beraten ist, suchen politische Fehler nicht heim? Wen ehrt das Glück nicht? Wen rafft der Tod nicht dahin? Wen bedrängen nicht die von Frauen ausgehenden Sinnendinge?
(වසන්තතිලකාගාථා.)
(Vasantatilakā-Strophe.)
20.
20.
(ක) බ්යාමමත්තෙන [Pg.81] දණ්ඩෙන,යොලුම්බ්ය උදකං මිනෙ;
අගම්භීරං ගම්භීරංවා,අගාධෙ මඤ්ඤි ගම්භීරං.
(a) Wer mit einem nur klafterlangen Stab, den er eintaucht, das Wasser messen will – sei es seicht oder tief –, der wähnt im Unermesslichen eine messbare Tiefe.
(ඛ)
(b)
තථා මන්දො සඤ්ඤාණෙන,අගාධෙ මඤ්ඤි පණ්ඩිතං;
සමාසමං න ජානාති,බහ්වප්පං තික්ඛමන්දතං.
Ebenso wähnt der Tor mit seiner begrenzten Erkenntnis den Unergründlichen (den Weisen) ermessen zu können; er kennt nicht den Unterschied zwischen dem Gleichen und Ungleichen, dem Vielen und Wenigen, dem Scharfsinnigen und Stumpfsinnigen.
21.
21.
දුට්ඨකම්මෙ [Pg.86] සඞ්ගමන්ති,ඡෙකකම්මෙ ච නො ඉධ;
මච්චුං වහන්ති සීසෙන,තෙ මුළ්හා මුළ්හසඞ්ගමා.
Sie hängen an bösem Tun, nicht aber an geschicktem Handeln in dieser Welt; sie tragen den Tod auf ihrem Haupt, diese Toren, die sich mit Toren verbinden.
22.
22.
දුවිධො [Pg.91] සඞ්ගමො ලොකෙ,උජුකො කුටිලො භවෙ;
උජුකොව පසංසෙය්යො,නොහ්යඤ්ඤො සාජසඞ්ගමො.
Zweierlei Art ist die Gemeinschaft in der Welt: aufrichtig oder krumm. Nur die aufrechte ist lobenswert, keineswegs die andere, die auf Gewalt beruhende Gemeinschaft.
තෙ [Pg.93] ඉමිනා උපායෙන සමග්ගා සම්මොදමානා මහා භිත්තිපිට්ඨිකාය වසන්ති. (මහොසධජාතක අට්ඨකථා)
Durch dieses Mittel lebten sie vereint und einträchtig auf der Oberfläche der großen Mauer. (Mahosadha-Jātaka-Kommentar)
23.
23.
යූථිකා [Pg.95] පුප්ඵතෙ නොහි,සිඤ්චිතාපි පුනප්පුනං;
පුප්ඵතෙ සම්පත්තෙ කාලෙ,එවං ධාරෙථ වීරියං.
Die Jasminblüte blüht gewiss nicht, auch wenn sie immer wieder gegossen wird; sie blüht erst, wenn die rechte Zeit gekommen ist. Ebenso sollte man seine Tatkraft aufrechterhalten.
24.
24.
ධනුච්චයො [Pg.101] ධනක්ඛෙපො,දුවිධා හි ධනාකති;
ධනුච්චයෙ නයො අත්ථි,ධනක්ඛෙපම්හි නො ඉධ.
Das Ansammeln von Reichtum und das Verschwenden von Reichtum sind wahrlich die zwei Arten des Umgangs mit Besitz. Beim Ansammeln von Reichtum gibt es eine kluge Methode, nicht aber beim Verschwenden desselben.
25.
25.
අමාතා [Pg.105] පිතරසං වඩ්ඪං,ජූතකාරඤ්ච චඤ්චලං;
නාලපෙය්ය විසෙසඤ්ඤූ,යදිච්ඡෙ සිද්ධි මත්තනො.
Mit einem, der nicht von Mutter und Vater erzogen wurde, und mit einem wankelmütigen Spieler sollte ein weiser Mensch nicht sprechen, wenn er seinen eigenen Erfolg wünscht.
හලිද්දිරාගං [Pg.109] කපිචිත්තං,පුරිසං රාගවිරාගිනං;
එදිසං තාත මාසෙවි,නිම්මනුස්සංපි චෙ සියා.
Einen Mann, dessen Zuneigung so vergänglich ist wie Kurkumafarbe, der wankelmütig wie ein Affe ist und dessen Liebe rasch erlischt – geselle dich nicht zu einem solchen, mein Lieber, selbst wenn das Land menschenleer sein sollte.
26.
26.
ගුණා ගුණඤ්ඤූසු ගුණා භවන්ති,තෙ නිග්ගුණං පත්වා භවන්ති දොසා;
ආසාද්යතොයා පභවන්ති නජ්ජො,සමුද්රමාසජ්ජ භවන්ත්යපෙය්යා.
Tugenden bleiben Tugenden im Kreise derer, die Tugend schätzen; treffen sie jedoch auf einen Tugendlosen, werden sie zu Fehlern. Die Flüsse entspringen mit wohlschmeckendem Wasser, doch sobald sie das Meer erreichen, werden sie untrinkbar.
(උපජාතිගාථා)
(Upajāti-Strophe)
27.
27.
සිලාරූපං [Pg.113] නිම්මිනන්ති,කොට්ටෙත්වාන පුනප්පුනං;
කොට්ටකොව තථා බාලා,සාධුං ඔවජ්ජ නිම්මිතා.
Ein Steinbildnis erschafft man, indem man den Stein immer wieder behaut; ebenso werden Toren geformt, wenn man sie wiederholt mit gutem Rat ermahnt.
චාණක්යනීතිලා ගාථා
Strophe aus der Cāṇakya-Nīti
ලාලනෙ [Pg.116] බහවො දොසා,තාළනෙ බහවො ගුණා;
තස්මා පුත්තඤ්ච සිස්සඤ්ච,තාළයෙ න ච ලාලයෙ.
Im Verwöhnen liegen viele Fehler, im Züchtigen liegen viele Vorzüge. Daher soll man Sohn und Schüler disziplinieren und nicht verwöhnen.
28.
28.
අතීතස්ස [Pg.117] හි මිත්තස්ස,යො චෙ දොසං පකාසයෙ;
සො හවෙ පච්චුප්පන්නස්ස,දොසං භාසෙති ඤායති.
Wer den Fehler eines ehemaligen Freundes offenbart, von dem weiß man gewiss, dass er auch über die Fehler eines gegenwärtigen Freundes spricht.
29.
29.
ලතාවිය [Pg.121] සෙවකා තෙ,යෙ නිස්සයං පලම්බරෙ;
නිස්සයස්ස විනාසෙන,භූම්යං සෙන්ති අනාථකා.
Wie Kletterpflanzen sind jene Diener, die sich an eine Stütze klammern; bricht die Stütze weg, liegen sie schutzlos auf der Erde.
30.
30.
දොසසිඞ්ගෙහි [Pg.125] විජ්ඣන්තො,මානඛූරෙහි අක්කමං;
භයං කරොති ලොකම්හි,ගොව බාලො විහිංසකො.
Mit den Hörnern seiner Fehler zustoßend und mit den Hufen seines Stolzes niedertrampelnd, verbreitet der gewalttätige Tor in der Welt Schrecken wie ein wildes Rind.
31.
31.
ආදො [Pg.128] උපරි ලොකොයං,උජුලෙඛාය තිට්ඨති;
මුසාවාතෙහි තංලොකං,නිපාතෙසි අනජ්ජවං.
Anfangs stand diese Welt aufrecht in gerader Linie; durch verlogene Reden stürzte man diese Welt in Unaufrichtigkeit.
32.
32.
සුඝටං [Pg.132] කුම්භකාරෙන,නාරහො පරිභුඤ්ජිතුං;
තථූපමාය වෙක්ඛෙය්ය,සකම්මපරකම්මනි.
Ein vom Töpfer gut gefertigter Krug ist nicht für seinen eigenen Gebrauch bestimmt. Nach diesem Gleichnis sollte man das eigene Tun und das Handeln anderer betrachten.
33.
33.
අනන්තරංසී [Pg.136] සූරොපි,නසක්කොති ඝනං තමං;
විජ්ඣිතුං රංසියා ලොකෙ,තථා මදනමොහිතා;
නසක්කොන්ති මදං භෙත්වා,පඤ්ඤාභාය පභාසිතුං.
Selbst die Sonne mit ihren zahllosen Strahlen vermag dichteste Finsternis in der Welt nicht zu durchdringen; ebenso sind die von Leidenschaft Verblendeten nicht imstande, ihre Trunkenheit zu brechen und im Licht der Weisheit zu erstrahlen.
34.
34.
ඛෙදවෙරං [Pg.139] දලිද්දම්හි,භොගිම්හි රොගුපද්දවං;
දෙස්සවෙරඤ්ච ආණිම්හි,පස්සෙ ලොකස්ස වෙරිතං.
Sieh das Elend der Welt: Kummer und Feindseligkeit beim Armen, die Heimsuchung durch Krankheit beim Reichen, und Hass und Anfeindung beim Machthaber.
35.
35.
සංලද්ධෙන [Pg.144] සුභොගෙන,ජීවං සුද්ධං කරෙ නිජං;
සෙට්ඨො සො තෙන ජීවෙන,ජෙගුච්ඡො මලජීවිකො.
Mit rechtmäßig erworbenem Gut sollte man sein Leben rein halten. Edel ist, wer ein solches Leben führt; abscheulich hingegen ist der, welcher von unreinem Erwerb lebt.
36.
36.
වජිර [Pg.148] පුප්ඵරාගානං,විසෙසං යො නබුජ්ඣති;
කථඤ්හි සො වික්කීණෙය්ය,කීණෙය්ය වා යථාතථං.
Wer den Unterschied zwischen Diamanten und Topasen nicht kennt, wie sollte der sie rechtmäßig verkaufen oder kaufen?
37.
37.
කිප්පීලි [Pg.152] කොපි චින්තෙත්වා,පබ්බතං භෙත්තු මුස්සහං;
අබලා තනුමජ්ඣත්තා,චින්තා හස්යාව සා මුධා.
Wenn eine Ameise plant, einen Berg mit Anstrengung zu spalten – so schwach und winzig wie sie ist –, so ist dieser Gedanke wahrlich lächerlich und vergeblich.
38.
38.
ජාතමත්තං [Pg.155] න යො සත්තුං,රොගඤ්චූපසමං නයෙ;
මහාබලොපි තෙනෙව,වුද්ධිංපත්වා ස හඤ්ඤතෙ.
Wer einen Feind oder eine Krankheit nicht sofort bei deren Entstehen bezwingt, der wird – selbst wenn er von großer Stärke ist – von eben diesem Feind, sobald er erstarkt ist, vernichtet.
39.
39.
සජීවමංසභක්ඛෙහි[Pg.159],සදාඨීහි මුඛෙහි භො;
බිළාරබ්යග්ඝසීහානං[Pg.160],නිහීනානි අනෙකධා;
තික්ඛානි ඛරවාදානි,මනුස්සානං මුඛානි වෙ.
Die fletschenden Mäuler von Katzen, Tigern und Löwen, die lebendiges Fleisch fressen, sind in vielerlei Hinsicht harmloser; wahrlich scharf und verletzend durch raue Worte sind die Münder der Menschen.
40.
40.
විලුප්පන්තා [Pg.163] විධාවන්ති,සජීවවුත්තිකම්මුනා;
ජනා තෙන විහඤ්ඤන්ති,චරන්ති ධම්මවෙමුඛා.
Plündernd rennen sie umher, um ihren Lebensunterhalt zu bestreiten; dadurch werden die Menschen ins Verderben gestürzt und wandeln mit dem Rücken zur Lehre (Dhamma) gewandt.
41.
41.
සුලභං [Pg.167] ලොකියං ලොකෙ,සාසනීයංව දුල්ලභං;
දුල්ලභං තං වමඤ්ඤන්තො,එසො බාලතමො භවෙ.
Leicht zu erlangen ist das Weltliche in dieser Welt, doch schwer zu erlangen ist das, was der Lehre angehört. Wer das schwer Erlangbare missachtet, der ist wahrlich der größte Tor.
42.
42.
යො [Pg.172] පතිත්ථ අග්යාවාටං,මොහා තං උපකාරිතුං;
අඤ්ඤොරොහි තදා වාටං,දුතීයො මුළ්හමුළ්හකො.
Wer in eine Feuergrube fiel – um ihm aus Verblendung zu helfen, stieg ein anderer da in die Grube hinab; dieser Zweite ist ein völlig Verblendeter.
43.
43.
බ්යග්ඝො [Pg.176] ආවුධවිද්ධො හි,අකා දුට්ඨානි නින්නදං;
තථෙව සාධුසත්ථෙන,විද්ධො බාලො පකුප්පිතො.
Ein Tiger nämlich, der von einer Waffe getroffen wurde, stößt grimmiges Gebrüll aus; ebenso gerät der Tor in Zorn, wenn er von der heilsamen Unterweisung getroffen wird.
44.
44.
පිවන්ති [Pg.180] ලොහිතං ඩංසා,අන්තො තුණ්ඩෙන මක්ඛිකා;
බහිද්ධා පරිවාරෙන්ති,ජනො තෙන ඩංසායයෙ.
Bremsen trinken das Blut, Fliegen dringen mit dem Rüssel nach innen; sie umschwärmen von außen, wodurch die Menschen gepeinigt werden.
45.
45.
අධනස්ස [Pg.184] ඛණො අප්පො,සද්ධම්මො අප්පකාලිනො;
අප්පකො තෙන යුඤ්ජෙය්යුං,ඛණං බහුං ලභෙතවෙ.
Für einen Armen ist die günstige Gelegenheit kurz, die wahre Lehre ist von kurzer Dauer; darum sollte man sich bemühen, selbst mit geringen Mitteln, um eine große Gelegenheit zu erlangen.