නමො තස්ස භගවතො අරහතො සම්මාසම්බුද්ධස්ස
Verehrung dem Erhabenen, dem Heiligen, dem vollkommen Erwachten.
නීතිමඤ්ජරී
Nītimañjarī (Die Blütenlese der Lebensklugheit)
1.
1.
කුලක්ඛයෙ [Pg.1] විනස්සන්ති,කුලධම්මා සනන්තනා;
ධම්මෙ නට්ඨෙ කුලං සබ්බං,අධම්මො අභිභූ ඛලං.
Bei der Zerstörung einer Familie gehen die ewigen Familientraditionen verloren; wenn das Gesetz (Dhamma) vernichtet ist, überwältigt die Gesetzlosigkeit die gesamte Familie.
2.
2.
අධම්මාභිභවා දන්තා,පදුස්සන්ති කුලිත්ථියො;
ථීසු දුට්ඨා ස්ව ධම්මෙන,ජායතෙ වණ්ණසඞ්කරො.
Durch das Überhandnehmen von Gesetzlosigkeit werden die Frauen der Familie verderbt; wenn die Frauen verderbt sind, entsteht eine Vermischung der Stände.
3.
3.
පියං [Pg.11] භාසෙ ගුණග්ගාහො,සූරො සියා විකන්තනො;
දාතා චන්දසමා නාරී,දිට්ඨං දිට්ඨං නහාසයෙ.
Man spreche liebenswürdig, erkenne gute Eigenschaften an, sei ein Held ohne Prahlerei; ein Geber soll man sein, die Frau sei dem Mond gleich, und man lasse das Erreichte nicht verloren gehen.
4.
4.
කුතොත්ථි [Pg.16] කුමිත්තෙ සච්චං,කුදාරෙ රතිවඩ්ඪනං;
කුදෙසම්හි මනො රම්මං,කුරාජෙ භොගසම්පදං.
Woher gäbe es Wahrheit bei einem schlechten Freund, Vermehrung der Freude bei einer schlechten Ehefrau, ein erfreutes Gemüt in einem schlechten Land oder Fülle des Wohlstands unter einem schlechten König?
සඞ්කෙතෙව [Pg.17] අමිත්තස්මිං,මිත්තස්මිං පි නවිස්සසෙ;
අභයා භය මුප්පන්නං,අපි මූලානි කන්තති.
Man sollte einem Feind nicht trauen, und selbst einem Freund sollte man nicht vertrauen. Denn die Gefahr, die aus dem vermeintlich Sicheren erwächst, schneidet selbst die Wurzeln ab.
අදිට්ඨොව [Pg.18] පරො සෙය්යො,දුම්මිත්තො නො විස්සාසිකො.
Ein Fremder, den man nie gesehen hat, ist besser als ein schlechter, unzuverlässiger Freund.
අග්ගිහොමඵලං [Pg.23] වෙදො,සත්ථංසීලඵලං මතං;
රතිපුත්තඵලං නාරී,දානභුත්තිඵලං ධනං.
Die Frucht der Veden ist das Feueropfer; die Frucht der Lehre gilt als sittliches Verhalten; die Frucht einer Frau sind Lust und Kinder; die Frucht des Reichtums ist Geben und Genuss.
අසච්චං [Pg.24] සාහසං මායා,මූළ්හත්ත ම තිලොභතා;
අසොචං නිද්දයත්තඤ්ච,ථීනං දොසා සභාවජා.
Unwahrhaftigkeit, Unbesonnenheit, Täuschung, Torheit, übermäßige Gier, Unreinheit und Grausamkeit sind die angeborenen Fehler der Frauen.
ජායාය [Pg.26] භත්තුනො භාරො,සිස්සෙන ගුරුනො කතො;
අමච්චකෙහි රාජස්ස,පිතරානං නිජෙනච.
Die Last der Ehefrau wird vom Ehemann getragen, die des Schülers vom Lehrer, die des Königs von den Ministern und die der Kinder von ihren eigenen Eltern.
5.
5.
උය්යමෙන [Pg.27] හි සිජ්ඣන්ති,කම්මානි න මනොරථා;
න හි සුත්තස්ස සීහස්ස,පවීසන්ති මුඛෙ මිගා.
Durch Tatkraft wahrlich gelingen die Werke, nicht durch bloße Wünsche; denn in das Maul eines schlafenden Löwen laufen die Wildtiere nicht von selbst hinein.
අතිසීතං [Pg.31] අතිඋණ්හං,අතිසායමිදං අහු;
ඉති විසට්ඨකම්මන්තෙ,ඛණා අච්චෙන්ති මාණවෙ.
„Es ist zu kalt, es ist zu heiß, es ist zu spät“, so spricht man; wer so seine Arbeit liegen lässt, dem entgehen die günstigen Augenblicke im Leben.
ආදානස්ස පදානස්ස,කත්තබ්බස්ස ච කම්මුනො;
ඛිප්පං අකය්යමානස්ස,කාලෙ පිවති සම්පදං.
Vom Empfangen, vom Geben und von einer zu verrichtenden Tat – wenn dies nicht schnell ausgeführt wird, trinkt die Zeit deren Nutzen weg.
නාදබ්බෙ [Pg.32] නිහිතා කාචි,ක්රියා ඵලවතී භවෙ;
නබ්යාපාරසතෙනාපි,සුකොව පාඨතෙ බකො.
Keine Handlung, die auf ein untaugliches Objekt gerichtet ist, bringt Frucht; selbst mit hundertfacher Mühe lässt sich ein Reiher nicht dazu bringen, wie ein Papagei zu sprechen.
යො [Pg.34] දන්ධකාලෙ තරති,තරණීයෙ ච දන්ධයෙ;
සුක්ඛපණ්ණං ව අක්කම්ම,අත්ථං භඤ්ජති අත්තනො.
Wer eilt, wenn er zögern sollte, und zögert, wenn er eilen sollte, zerstört sein eigenes Wohl, als träte er auf ein trockenes Blatt.
6.
6.
යං [Pg.35] දදාති යං භුඤ්ජති,තදෙව ධනිනො ධනං;
අඤ්ඤෙ මතස්ස කීළන්ති,දාරෙහිපි ධනෙහිපි.
Was man gibt und was man genießt, nur das ist der Reichtum des Reichen; nach seinem Tod vergnügen sich andere mit seinen Frauen und seinen Schätzen.
දානොපභොගහීනෙන[Pg.39],ධනෙන ධනිනො සුඛං;
කො විසෙසො දලිද්දස්ස,අධිකං ධනරක්ඛණං.
Welches Glück hat ein Reicher durch Wohlstand, der weder gespendet noch genossen wird? Was unterscheidet ihn von einem Armen, außer der mühseligen Bewachung des Reichtums?
නිජසොඛ්යං [Pg.40] නිරුන්ධන්තො,නීචභොගො මිතම්පචො;
ධනං සඤ්චයතෙ යො සො,පරභාරවහො පසු.
Wer sein eigenes Glück einschränkt, ärmlich lebt, kärglich isst und bloß Reichtum anhäuft – der ist wie ein Lasttier, das nur die Last für andere trägt.
යං [Pg.41] උස්සුකා සඞ්ඛරොන්ති,අලක්ඛිකා බහුං ධනං;
සිප්පවන්තො අසිප්පාවා,ලක්ඛි වා තානි භුඤ්ජති.
Den großen Reichtum, den die Unglücklichen mit eifriger Mühe anhäufen, genießt der vom Glück Begünstigte, sei er nun kunstfertig oder ungebildet.
7.
7.
සම්පත්යං [Pg.48] මහතං චිත්තං,භවෙ උප්පලෙ කොමලං;
විපත්යංච මහාසෙල,සිලාසඞ්ඝාතකක්කසං.
In Zeiten des Wohlstands ist das Herz der Großen weich wie eine Lotusblüte; in Zeiten des Unglücks aber ist es hart wie ein gewaltiger Felsen, wie das Aneinanderstoßen von Steinen.
8.
8.
අසම්භබ්යගුණං [Pg.53] ථුත්වා,ඛෙදො මුධාව ජායතෙ;
අව්හායං චන්ද මු ල්ලොක්ය,නචන්දොත මු පාගමී.
Unmögliche Vorzüge zu preisen bringt nur vergebliche Mühe; wer zum Mond aufblickt und ihn herbeiruft, bewirkt dadurch nicht, dass der Mond zu ihm herabsteigt.
9.
9.
සච්චං [Pg.59] මුඛම්හි ධාරෙය්ය,කණ්ණෙ සුතං භුජෙ ජයං;
හදයම්හි ඛමං වීරං,ලොකාදාසංච ලොචනෙ.
Man trage Wahrheit im Munde, das Gelernte im Ohr, den Sieg im Arm, Geduld und Heldenmut im Herzen und den Spiegel der Welt in den Augen.
සද්දමත්තං [Pg.63] නඵන්දෙය්ය,අඤ්ඤත්වා සද්දකාරණං;
සද්දහෙතුං පරිඤ්ඤාය,පමොදො වා භයො තථා.
Man sollte nicht bei einem bloßen Geräusch in Aufregung geraten, ohne dessen Ursache zu kennen. Erst wenn man den Grund des Geräusches erkannt hat, ist Freude oder Furcht angebracht.
සබ්බසුත [Pg.64] ම ධීයෙය්ය,හීනමුක්කට්ඨමජ්ඣිමං.
Man sollte alles Gelernte studieren, sei es gering, edel oder mittelmäßig.
10.
10.
දුන්නාරියා [Pg.68] කුලං සුද්ධං,පුත්තො නස්සති ලාලනා;
සමිද්ධි අනයා බන්ධු,පවාසා මදනා හිරී.
Eine reine Familie geht durch eine schlechte Frau zugrunde; ein Sohn verdirbt durch Verwöhnung; Wohlstand geht durch schlechtes Verhalten verloren; ein Verwandter entfremdet sich durch langes Fernsein; die Scham schwindet durch Leidenschaft.
ලාලයෙ [Pg.75] පඤ්චවස්සානි,දසවස්සානි තාලයෙ;
පත්තෙතු සොළසෙවස්සෙ,පුත්තං මිත්තංව ආචරෙ.
Fünf Jahre lang soll man den Sohn verwöhnen, zehn Jahre lang soll man ihn züchtigen; ist er aber sechzehn Jahre alt geworden, soll man ihn wie einen Freund behandeln.
ලාලනෙ බහවො දොසා,ලාලනෙ බහවො ගුණා.
Im Verwöhnen liegen viele Fehler, im Verwöhnen liegen viele Vorzüge.
පාපා [Pg.77] නිවාරයති යොජයතෙ හිතාය,ගුය්හානි ගූහති ගුණං පකටීකරොති;
ආපත්තිකඤ්ච නජහාති දදාති කාලෙ,සම්මිත්ත ලක්ඛණමිදං පවදන්ති සන්තො.
Er hält vom Bösen ab und spornt zum Guten an, bewahrt Geheimnisse und offenbart die guten Eigenschaften; in der Not verlässt er einen nicht und gibt zur rechten Zeit: Dies, so sagen die Weisen, sind die Merkmale eines wahren Freundes.
11.
11.
දුජ්ජනො [Pg.80] ජීයතෙ යුත්යා,නිග්ගහෙන නධීමතා;
නිපාත්යතෙ මහාරුක්ඛො,තස්සමීප ඛතික්ඛයා.
Ein böser Mensch wird von einem Weisen durch Klugheit und Bezähmung bezwungen; ein großer Baum wird zu Fall gebracht, indem man den Boden in seiner Nähe aufgräbt.
වනෙ [Pg.83] මිගාච ලුද්ධානං,දුජ්ජනානඤ්ච සජ්ජනා;
අකාරණවෙරී හොන්ති,තිණභක්ඛා සුපෙසලා.
Die Rehe im Wald gegenüber den Jägern und die guten Menschen gegenüber den Bösen – sie haben Feinde ohne Grund, obwohl sie nur Gras fressen und sehr friedfertig sind.
පාදලග්ගං [Pg.86] කරට්ඨෙන,කණ්ඩකෙනෙව කණ්ඩකං.
Einen im Fuß steckenden Dorn entfernt man mit einem Handwerkzeug, so wie einen Dorn mit einem Dorn.
බාලං [Pg.87] නපස්සෙ නසුණෙ,නචබාලෙන සංවසෙ;
බාලෙනාල්ලාපසල්ලාපං,නකරෙ නචරොචයෙ.
Man sollte einen Toren weder sehen noch hören, noch mit einem Toren zusammenleben; man sollte kein Gespräch mit einem Toren führen und keinen Gefallen an ihm finden.
12.
12.
උප කත්තුං යථා ඛුද්දො,සමත්ථො නතථාමහා;
කූපො හි හන්ති පිපාසං,නතු පායො මහම්බුධි.
Wie ein Geringer zu helfen vermag, so vermag es ein Großer nicht; denn ein Brunnen stillt den Durst, nicht aber der große Ozean.
13.
13.
ආදානස්ස [Pg.95] පදානස්ස,කත්තබ්බස්සච කම්මුනො;
ඛිප්පං අකරමානස්ස,කාලො භක්ඛති තං රසං.
Vom Empfangen, vom Geben und von einer zu verrichtenden Tat – wenn man dies nicht schnell ausführt, verschlingt die Zeit deren Nutzen.
නක්ඛත්තං [Pg.103] පටිමානෙන්තං,අත්ථො බාලං උපජ්ඣගා;
අත්ථො අත්ථස්ස නක්ඛත්තං,කිං කරිස්සන්ති තාරකා.
Während der Tor auf eine günstige Sternenkonstellation wartet, entgeht ihm der Nutzen; der Nutzen selbst ist die glückliche Konstellation für den Nutzen – was können die Sterne am Himmel schon ausrichten?
අජරාමරොව [Pg.105] පඤ්ඤො,විජ්ජමත්ථඤ්ච චින්තයෙ;
ගහිතොවිය කෙසෙසු,මච්චුනා ධම්මමාචරෙ.
Als sei er alterlos und unsterblich, so sollte der Weise über Wissen und Wohlstand nachsinnen; doch er sollte das Dhamma praktizieren, als würde er vom Tod bereits an den Haaren gepackt.
14.
14.
වජ්ජා ගුරූච මන්තීච,තයො රට්ඨාභිසඞ්ඛතා;
ජීවීත දක්ඛ කොසානං,වඩ්ඪනා නාසනාච තෙ.
Ärzte, Lehrer und Minister – diese drei sind für den Staat bestimmend; sie sind die Mehrer oder die Vernichter von Leben, Geschicklichkeit und Schatzkammer.
15.
15.
ථිරෙන [Pg.117] කම්මං වඩ්ඪති,අථිරෙන තුරෙන නො;
ඵලන්ති සමයෙ රුක්ඛා,සිත්තාපි බහුවාරිනා.
Durch stetige Bemühung gedeiht das Werk, nicht durch unbeständige Eile; Bäume tragen Früchte zur rechten Zeit, selbst wenn sie mit reichlich Wasser gegossen werden.
වායාමෙථෙව [Pg.120] පුරිසො,නනිබ්බින්දෙය්ය පණ්ඩිතො.
Streben soll der Mensch wahrlich; der Weise sollte niemals verzagen.
පයතනො [Pg.122] තාදිසො නෙව,කය්යො යෙන ඵලං නහි;
සෙලග්ගෙ කූපඛණනා,කථං තොයසමාගමො.
Eine solche Anstrengung sollte man niemals unternehmen, die keine Frucht bringt. Wie sollte man zu Wasser gelangen, wenn man einen Brunnen auf dem Gipfel eines Felsens gräbt?
ඤාණඞ්කුසෙන [Pg.123] සම්මග්ගං,නිය්යත්යුස්සාහකුඤ්ජරො.
Gelenkt durch den Stachel der Erkenntnis geht der Elefant des Eifers auf dem rechten Weg.
අසමෙක්ඛිතකම්මන්තං,තුරිතාභි නිපාතිනං;
තානිකම්මානි තප්පෙන්ති,උණ්හං ව ජ්ඣොහිතං මුඛෙ.
Handlungen, die unbedacht und in hastiger Eile ausgeführt werden, quälen einen später, so wie heiße Speise, die in den Mund gesteckt wird.
16.
16.
ඡද්දොසා [Pg.126] පුරිසෙනෙහ,හාතබ්බා භූතිමිච්ඡන්තා;
නිද්දා මජ්ජං භයං කොධො,ආලස්යං දීඝසුත්තතා.
Sechs Fehler müssen von einem Menschen in dieser Welt abgelegt werden, der nach Wohlstand strebt: Schläfrigkeit, Berauschung, Furcht, Zorn, Trägheit und Saumseligkeit.
න [Pg.130] දිවා සුප්පසීලෙන,රත්තිමුට්ඨානදෙස්සිනා;
නිච්චසොණ්ඩෙන මත්තෙන,සක්කා ආවසිතුං ඝරං.
Wer tagsüber zu schlafen pflegt, das Aufstehen in der Nacht hasst, stets trunksüchtig und berauscht ist, kann kein Hauswesen führen.
අභෙතබ්බම්හි [Pg.137] භායන්ති,භායිතබ්බෙ නභායරෙ;
භයාභය විමුළ්හා තෙ,ජිම්හානුගා උජුඤ්ජහා.
Sie fürchten, was nicht zu fürchten ist, und fürchten nicht, was zu fürchten ist; verwirrt über das Furchtbare und das Ungefährliche, folgen sie krummen Wegen und verlassen den geraden Pfad.
යස්ස [Pg.139] මනුස්සභූතස්ස,නත්ථි භොගාච සිප්පකං;
කිං ඵලං තස්ස මානුස්සං,ද්විපාදට්ඨො හි සො මිගො.
Für jemanden, der als Mensch geboren wurde, aber weder Besitztümer noch ein Handwerk besitzt: Was ist der Nutzen seines Menschseins? Er ist wahrlich nur ein zweibeiniges Tier.
17.
17.
නානොපායොව [Pg.142] කත්තබ්බො,සචෙ භවෙය්ය අත්තනො;
අත්ථසිද්ධි යථාකාමං,උපායො හි හිතඤ්ජසො.
Vielerlei Mittel sollte man anwenden, wenn sie einem die Erlangung des Ziels nach Wunsch bringen; denn das rechte Mittel ist der Pfad zum Wohl.
ලඤ්ජදානබාලිසෙන[Pg.150],කූටඩ්ඩකාරධීවරා;
විනිච්ඡයමහාමච්ඡං,ඔට්ටෙන්ති ලොභසාගරෙ.
Mit der Angel der Bestechung fangen die betrügerischen Fischer den großen Fisch der Rechtsprechung im Ozean der Gier.
යස්සෙතෙ චතුරො ධම්මා,වානරින්ද යථාතව;
සච්චං ධම්මො ධීති චාගො,දිට්ඨං සො අතිවත්තති.
Wer diese vier Eigenschaften besitzt, o Affenherrscher, so wie du – Wahrheit, Rechtschaffenheit, Entschlossenheit und Großzügigkeit –, der triumphiert über den Feind.
18.
18.
විද්වාච [Pg.162] රතනං නාරී,වීණා සාත්ථං ගිරංමහී;
ගුණවිසෙස මාගම්ම,ගුණානි අගුණානිච.
Ein Weiser, ein Edelstein, eine Frau, eine Laute, eine nützliche Rede und die Erde – je nach ihren besonderen Eigenschaften erweisen sie sich als gut oder schlecht.
ධනවා [Pg.164] බලවා ලොකෙ,ධනා භවති පණ්ඩිතො.
Der Reiche ist der Mächtige in der Welt; durch Reichtum wird man gar zum Weisen.
සුමනෙ [Pg.165] නිස්සිතො කීටො,නිග්ගුණො හීනකො සයං;
තං පුප්ඵෙහි මණ්ඩෙන්තානං,රඤ්ඤං සිරොපි රොහති.
Ein Insekt, das auf einer Jasminblüte sitzt, obwohl selbst wertlos und niedrig, gelangt sogar auf das Haupt von Königen, wenn diese sich mit jenen Blumen schmücken.
අලක්ඛිකෙහි [Pg.168] සඤ්චීතා,ධනභොගාච චින්තිතා;
ලක්ඛිකස්ස භවන්තෙතෙ,ලක්ඛිවා සුට්ඨුභුඤ්ජති.
Reichtum und Besitztümer, die von den Unglücklichen angesammelt und erdacht wurden, fallen dem Glücklichen zu; der Glückliche genießt sie in vollen Zügen.
ඛත්තියො [Pg.171] සෙට්ඨො ජනෙ තස්මිං,යො ගොත්තපටිසාරිනො;
විජ්ජාචරණසම්පන්නො,සො සෙට්ඨො දෙවමානුසෙ.
Ein Kṣatriya ist der Beste unter jenen Menschen, die Wert auf die Abstammung legen. Wer jedoch an Wissen und Wandel vollkommen ist, der ist der Beste unter Göttern und Menschen.
විසාපි [Pg.182] අමතං ගණ්හෙ,ගූථතො මණිමුත්තමං;
කණ්ටකපාදපා පුප්ඵං,ථිරතං දුක්කුලා වරං.
Man sollte Nektar selbst aus Gift annehmen, ein edles Juwel aus dem Kot, eine Blüte von einem Dornenstrauch und eine treffliche Frau aus einer niedrigen Familie.
ධනිස්සරාදිගුණොම්මි [Pg.189]-වෙගෙන වාහිතා පජා.
Die Menschen werden fortgerissen durch die Wucht der Wellen von Eigenschaften wie Reichtum und Macht.
19.
19.
යස්ස ත්ථි සතතං මෙත්තා,සබ්බලොකසුවල්ලභා;
කූපායතෙ සමුද්දොපි,අග්ගි තස්ස ජලායතෙ.
Für wen beständige liebevolle Güte da ist, der von der ganzen Welt geliebt wird, für den wird selbst der Ozean wie ein Brunnen und das Feuer verhält sich wie Wasser.
20.
20.
සක්ඛරායති මෙරූපි,විසභක්ඛො සුධායතෙ;
සසායතෙ මිගරාජ,බ්යාලො මාලාගුණායතෙ;
දොලායතෙ ඡමාචාලො,නානාවුධා තිණායරෙ.
Selbst der Berg Meru wird wie Kieselstein, der Verzehr von Gift wird wie Nektar, der König der Tiere verhält sich wie ein Hase, ein wildes Raubtier wird wie ein Blumenkranz, das Erdbeben wird wie eine Schaukel und verschiedene Waffen werden wie Gras.
21.
21.
සමෙව [Pg.202] සති උස්සාහෙ,සුඛවාහො හිතඞ්කරො;
ඌනෙ-ධිකෙ තථා නොහි,මජ්ඣගො සාධු සබ්බදා.
Nur wenn der Eifer ausgeglichen ist, bringt er Glück und stiftet Nutzen; nicht so jedoch bei Mangel oder Übermaß. Der mittlere Weg ist allzeit heilsam.
සාධු [Pg.208] ඛො පණ්ඩිතොනාම,නත්වෙව අතිපණ්ඩිතො.
Gut ist wahrlich derjenige, den man weise nennt, keineswegs aber ein Allzuweiser.